|
Das EVENTERTAIN-Team beim VfB Friedrichshafen |
Kommentator,
Moderator, Pausenclown
Sven Rautenberg,
Michael Wippermann und Frank Zender: Hallensprecher
des VfB Friedrichshafen Volleyball: Eine Stunde
vor der dem zweiten Heimspiel des VfB Friedrichshafen in der Champions League. Während sich die Spieler auf dem Feld
langsam warm machen, tönt im Hintergrund der Superhit
"Ketchup-Song" von Las Ketchup aus den Boxen und Hallensprecher
Sven Rautenberg animiert das Publikum mit frechen Sprüchen zum
Mitmachen. "Alle nehmen jetzt ihre Hände aus den Hosentaschen und
klatschen kräftig", hallt seine Stimme durch die Messehalle. Zwar
ist die noch nicht einmal halb gefüllt, doch langsam kommt in der rund
3500 Zuschauer fassenden Arena Champions-League-Atmosphäre
auf. Für Sven
Rautenberg, Michael "Mickey" Wippermann und Frank "Franky" Zender wird es
jetzt Ernst. Ihre Aufgabe ist es in den nächsten 60 Minuten, das
Publikum zu unterhalten und auf das Spiel einzustimmen. "Als
Hallensprecher ist man ein bisschen Kommentator, Moderator und Pausenclown.
Man muss den Leuten auf der einen Seite die Grundzüge des Spiels
erklären, aber man soll nicht die Aufgaben eines TV-Kommentators
übernehmen", erklärt Sven Rautenberg, der auch bei dem
American Football Team der Ravensburg Razorbacks
als Stadionsprecher tätig ist. Nicht nur vor dem Spiel
sondern auch während der Begegnung sind die Stimmungsmacher im Einsatz.
Mit der La-Ola oder mit Anfeuerungsrufen
unterstützen sie den VfB. "Vor allem wenn die Mannschaft
zurückliegt und die Stimmung am Boden ist, dann sind wir gefragt. Wir
müssen dafür sorgen, dass sich das Publikum aufrafft und das Team
unterstützt. Es heißt ja nicht umsonst, die Zuschauer sind der
siebte Mann", sagt Michael "Mickey" Wippermann, der im Sommer
als Animateur tätig ist. "Es ist wichtig, auf das Publikum
einzugehen. Den Leuten Freude und Spaß vermitteln. Das ist, was einen
guten Hallensprecher ausmacht." Während Sven und
Mickey auch mal einen Ausflug auf die Ränge machen, bleibt Frank Zender immer an seinem Mischpult und hält die Regler
fest im Griff. Seine Aufgabe ist es für die richtige Musikauswahl und
für die Beschallung zu sorgen. Vor allem für die Musikauswahl vor
dem Spiel nimmt sich "Franky" sehr viel
Zeit. "Klassiker und Oldies wie "Eye of the
tiger" oder "Rama
Lama Ding-Dong" von Rocky Sharpe
sind immer mit dabei. Aber auch aktuelle Hits habe ich in meinen
Koffer." Aber auch nach dem
Spiel ist für Sven, Franky und Mickey noch
nicht Schluss. Meist stehen noch Gewinnspiele oder das Verschenken von Give-Aways auf dem Programm und die Moderation der
Pressekonferenzen. "Das
größte Lob ist es, wenn die Leute einen schönen Abend hatten
und nach dem Spiel nicht gleich aus der Halle rennen. Wenn sie noch den
Spielern applaudieren und so richtig aus sich heraus gehen",
erklären die Drei einstimmig. Dass die drei für
Stimmung und auch für Gänsehaut-Feeling sorgen können, hat
sich inzwischen in ganz Volleyball-Deutschland herumgesprochen. So sorgten
Mickey, Sven und Franky bei der Damen-WM im
vergangenen Jahr in der Stuttgarter Hans-Martin-Schleyer-Halle für
Heiterkeit und Aktion. "Das war bisher das Highlight. Sogar die
Bild-Zeitung hat zwei Seiten der Stimmung in der Halle gewidmet. Ich glaube,
das sagt alles", freut sich Fank Zender über den Erfolg des Trios in der
Schwabenmetropole. Lob gab es auch vom Weltverband FIVB und dem Deutschen
Volleyball Verband. Für die drei Häfler war Stuttgart allerdings nur der Anfang der Karriere als internationale Hallensprecher. So werden sie auch bei den Weltliga-Spielen der Deutschen Herren-Nationalmannschaft in München am Mikrofon sein und mit ihren Sprüchen und Animation die Olympiahalle in einen Hexenkessel verwandeln. Selbst für die Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen sind die drei Stimmungskanonen im Gespräch. Doch bis in Athen das Feuer brennt, sorgen die drei weiterhin am Bodensee für heiße Atmosphäre.
Auch Wischen will
gelernt sein (von
Gunthild Schulte, Pressesprecherin des VfB)
|